Frau mit lockigem Haar schaut nachdenklich aus dem Fenster und hält eine Tasse Tee, im Bild der Satz: Niemand schämt sich für eine Migräne.

Scham bei Angst verstehen: warum Sie sich dafür nicht rechtfertigen müssen

„Stell dich nicht so an.“ Diesen Satz sagen sich viele selbst, lange bevor ihn jemand anderes aussprechen könnte. Was dahintersteckt und warum Scham oft der eigentliche Grund ist, warum Menschen mit Angst sich nicht melden.

Als Heilpraktikerin für Psychotherapie in Werl erlebe ich das immer wieder: nicht fehlendes Wissen hält Menschen vom ersten Schritt ab, sondern das Gefühl sich rechtfertigen zu müssen.

Eine körperliche Reaktion, keine Charakterfrage

Angst ist eine körperliche und psychische Reaktion des Nervensystems, keine bewusste Entscheidung und keine Charakterschwäche. Niemand würde sich für eine Migräne oder einen hohen Blutdruck schämen. Bei Angst passiert genau das trotzdem sehr häufig, obwohl die Mechanismen dahinter ähnlich real und ähnlich wenig steuerbar sind.

Woher die Scham kommt

Viele haben irgendwann einmal Sätze gehört wie „stell dich nicht so an“ oder „andere haben es schwerer“. Diese Sätze setzen sich fest und werden mit der Zeit zur eigenen inneren Stimme. Man beginnt, sich selbst vorzuverurteilen, bevor überhaupt jemand anderes etwas gesagt hat.

Was sich daran verändern lässt

In meiner Praxis ist der erste Schritt oft genau dieser: aussprechen dürfen, ohne bewertet zu werden. Viele berichten, dass allein dieser Moment, zum ersten Mal ohne Scham über die eigene Angst zu sprechen, spürbar entlastend wirkt.

Die Begleitung findet in meiner Privatpraxis in Werl oder online per Video, montags und mittwochs, statt.

Wenn Ihnen dieser Satz an sich selbst bekannt vorkommt: ein erstes Gespräch gibt Orientierung, keine Rechtfertigung nötig.


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Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle therapeutische Beratung. Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie und arbeite außerhalb des gesetzlichen Krankenversicherungssystems.

About Birgit Sievert

Heilpraktikerin für Psychotherapie in Werl. Spezialisierung: Angst und Panik in engen und geschlossenen Situationen – auf dem Arbeitsweg, am Arbeitsplatz und im Alltag. Klaustrophobie, situative Angst, Panikattacken. Seit über sechs Jahren. Vor Ort in eigener Praxis oder online.
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