Aufzugangst: Wenn jede Fahrt ein stiller Kampf ist
Und dann ist da dieser Moment.
Herzrasen. Das Gefühl zu wenig Luft zu bekommen.
Der Gedanke: ich komme hier nicht raus.
Viele Menschen kennen diesen Moment.
Die meisten reden nicht darüber.
Aufzugangst und die Frage wie therapeutische Arbeit
in Werl dabei ansetzt, das beschäftigt mehr Menschen
als man vermuten würde. Als
Heilpraktikerin für Psychotherapie in Werl
erlebe ich in meiner Praxis täglich wie sehr diese Angst
den Alltag bestimmt. Und wie allein Menschen damit sind.
Was in diesem Moment passiert
Das Nervensystem hat gelernt: dieser Raum ist gefährlich.
Diese Enge bedeutet, ich kann nicht weg.
Das passiert automatisch, noch bevor der Verstand eingreifen kann.
Herzrasen, Schwindel, Kurzatmigkeit, Übelkeit.
Alles keine Einbildungen.
Das sind körperliche Reaktionen eines Nervensystems, das Alarm schlägt.
Weil es das gelernt hat.
Warum man es niemandem erzählt
Weil der eigene Verstand sagt, dass es doch absurd ist.
Ein Aufzug. Nichts passiert. Ich weiß das ja auch.
Und trotzdem passiert es jedes Mal wieder.
Das erzeugt Scham. Das Gefühl, mit mir stimmt etwas nicht.
Also schweigt man. Nimmt die Treppe. Sagt, es ist wegen
der Bewegung. Oder dem Rücken. Oder irgendetwas anderem.
Was viele nicht wissen ist, dass diese Angst sehr viele Menschen betrifft.
Man sieht es ihnen nicht an. Sie funktionieren.
Sie finden Wege drum herum und tragen das alleine.
Wie sich die Angst ausbreitet
Was oft im Aufzug beginnt, bleibt selten nur beim Aufzug.
Das Nervensystem generalisiert.
Plötzlich ist auch das Treppenhaus eng.
Dann das vollbesetzte Büro.
Dann der Zug. Das Auto auf der Autobahn.
Der eigene Lebensradius wird kleiner
ohne, dass man genau sagen könnte wann das passiert ist.
Das ist die eigentliche Erschöpfung.
Das tägliche Manövrieren.
Das Planen, wie man sie umgeht.
Das Erklären, warum man die Treppe nimmt.
Wie therapeutische Arbeit dort ansetzt
Das Nervensystem hat dieses Muster gelernt.
Es kann auch etwas anderes lernen, denn das ist Neurobiologie.
In meiner Praxis arbeite ich emotional, kognitiv
und mit konkreten Aufgaben für den Alltag.
In dieser Reihenfolge. Weil das Nervensystem
erst dann neue Erfahrungen machen kann,
wenn der emotionale Druck nachlässt.
Was Klienten mir sagen ist,
dass irgendwann dieser eine Moment da war und,
dass es anders war als sonst.
Der erste Schritt
Der schwerste Teil ist das Erklären.
Jemandem Fremden am Telefon zu sagen, warum man anruft.
Deshalb gibt es das Formular.
Einfach Name und Nummer eintragen, dann
melde ich mich innerhalb von 24 Stunden zurück.
Das erste was ich frage ist immer gleich: „Was hat Sie bewegt,
diesen Schritt zu machen?“
Privatpraxis in Werl, Kreis Soest.
Kein Kassensystem. Keine Warteliste.
Kein Anruf nötig.
therapeutische Beratung. Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie
und arbeite außerhalb des gesetzlichen Krankenversicherungssystems.

