Beratungsraum der Praxis Birgit Sievert in Werl - Blogbeitrag: Das stille Doppelleben bei Angst

Das stille Doppelleben: wenn Angst nach außen unsichtbar bleibt

Das stille Doppelleben bei Angst: nach außen läuft alles. Die Arbeit, die Termine, das Lächeln. Innen läuft ein ganz anderes Programm.

Als Heilpraktikerin für Psychotherapie in Werl erlebe ich in der Praxis regelmäßig, wie viel Energie dieses stille Doppelleben kostet. Menschen kommen zu mir, die seit Jahren nach außen funktionieren und innen täglich einen Kampf führen, von dem kaum jemand etwas weiß.

Stilles Doppelleben Angst: wie es sich von innen anfühlt

Es gibt einen Moment bevor man in den Aufzug steigt, bevor man in den Zug einsteigt, bevor man den Konferenzraum betritt. Einen kurzen Moment in dem man sich sagt: ich schaffe das, ich mache das, ich funktioniere jetzt.

Dann macht man es. Man geht rein, man sitzt da, man hält es aus. Nach außen: unauffällig. Innen: das Herz rast, die Hände sind feucht, der Kopf läuft auf Hochtouren. Wo ist der Ausgang. Wie lange noch. Hoffentlich merkt niemand etwas.

Hinterher ist man erschöpft auf eine Art die sich schwer erklären lässt. Man hat doch eigentlich nur im Aufzug gestanden.

Warum man aufhört darüber zu reden

Die meisten haben irgendwann aufgehört, dem Umfeld davon zu erzählen. Die Reaktionen waren gut gemeint und haben trotzdem nicht geholfen. „Stell dich nicht so an.“ „Das bildest du dir ein.“ „Ich wäre da einfach reingegangen.“ Solche Sätze machen das Schweigen einfacher als das Erklären.

Also funktioniert man weiter. Man plant Umwege, meidet bestimmte Situationen, macht es möglichst unauffällig. Man entwickelt Strategien die nach außen unsichtbar sind und innen immer mehr Kraft kosten.

Was therapeutische Begleitung an diesem Punkt leisten kann

Das stille Doppelleben ist die logische Konsequenz eines Nervensystems, das gelernt hat, bestimmte Situationen als bedrohlich einzustufen und eines Menschen, der gelernt hat, damit umzugehen ohne Unterstützung.

In meiner Praxis setze ich genau dort an. Das Nervensystem kann neue Erfahrungen machen, in einem geschützten Rahmen, in einem Tempo das passt. Körper, Gefühl und Gedanken arbeiten dabei zusammen, weil keines der drei allein ausreicht.

Was Klienten dabei erleben: das Funktionieren nach außen wird leichter, weil das Kämpfen nach innen nachlässt. Das ist kein großer dramatischer Durchbruch. Es sind kleine Verschiebungen, die sich sammeln.

Wenn das vertraut klingt: ein erstes Gespräch gibt Orientierung. 20 Minuten, kostenlos, ohne Verpflichtung.


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Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle therapeutische Beratung. Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie und arbeite außerhalb des gesetzlichen Krankenversicherungssystems.

About Birgit Sievert

Heilpraktikerin für Psychotherapie in Werl. Spezialisierung: Angst und Panik in engen und geschlossenen Situationen – auf dem Arbeitsweg, am Arbeitsplatz und im Alltag. Klaustrophobie, situative Angst, Panikattacken. Seit über sechs Jahren. Vor Ort in eigener Praxis oder online.
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