Konzerte und Veranstaltungen mit Angst: wenn Vorfreude und Anspannung zusammen auftreten

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Die Karte ist gekauft. Trotzdem fragt eine innere Stimme, wo der Ausgang ist.

Als Heilpraktikerin für Psychotherapie in Werl erlebe ich in der Praxis immer wieder, wie häufig Konzerte, Stadien oder volle Veranstaltungssäle zu einem stillen Konfliktfeld werden. Die Musik zieht an, die Enge schreckt ab, beides gleichzeitig, und das fühlt sich für viele Menschen verwirrend an.

Was im Körper passiert, bevor der erste Ton erklingt

Schon die Vorstellung an die Veranstaltung bringt den Körper in Habachtstellung. Herzschlag, flache Atmung, ein Gefühl von Druck im Brustkorb. Das Nervensystem reagiert auf die Erwartung einer Situation, aus der ein schneller Rückzug schwerfällt, oft lange bevor die Situation überhaupt eintritt.

Klienten berichten mir oft von einer Art Doppelleben an solchen Abenden. Nach außen lächeln, mitsingen, dabei sein. Innen eine ständige Kontrollschleife: wo ist der Ausgang, wie lange dauert das Set noch, würde ich hier überhaupt durchkommen.

Warum Menschenmengen anders wirken als andere enge Räume

Eine volle Konzerthalle unterscheidet sich von einem Aufzug oder einer Bahnfahrt in einem wichtigen Punkt. Die Masse an Menschen bewegt sich, drängt, verändert sich ständig. Kontrolle über den eigenen Bewegungsspielraum geht verloren, und genau dieser Kontrollverlust ist häufig der eigentliche Auslöser.

Dazu kommt oft ein Gefühl der Isolation mitten in der Menge. Rundherum scheinen alle entspannt zu sein. Die eigene Anspannung fühlt sich dadurch noch fremder an, fast wie ein Makel, über den lieber niemand spricht.

Was wirklich etwas verändert

Viele versuchen es erst mit Willenskraft. Tief durchatmen, sich ablenken, die Zähne zusammenbeißen. Das trägt für einen Abend, manchmal. Verändert hat sich am nächsten Mal trotzdem wenig, weil das Nervensystem die Situation weiterhin als Gefahr einstuft.

In meiner Arbeit setze ich an drei Stellen gleichzeitig an: körperlich, emotional und kognitiv. Der Körper lernt über neue Erfahrungen. Ein Trampelpfad entsteht durchs Gehen, nicht durchs Nachdenken über den Weg. Genauso verhält es sich mit der Reaktion auf Enge und Menschenmengen, sie lässt sich neu kalibrieren, schrittweise und im Tempo der jeweiligen Person.

Ein Gedanke für den Sommer

Diese Anspannung zeigt sich oft schon bei der Planung, bei der Sitzplatzwahl, beim Gedanken an die Anfahrt. Therapeutische Begleitung setzt genau dort an, wo die Anspannung beginnt, nicht erst am Veranstaltungsabend selbst.

Ein erstes Gespräch gibt Orientierung, ohne Verpflichtung. Der Kalender ist gerade ausgebucht, ab dem 13. Juli sind wieder Termine frei.

Termin ab 13.7. anfragen

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle therapeutische Beratung. Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie und arbeite außerhalb des gesetzlichen Krankenversicherungssystems.

About Birgit Sievert

Heilpraktikerin für Psychotherapie in Werl. Spezialisierung: Angst und Panik in engen und geschlossenen Situationen – auf dem Arbeitsweg, am Arbeitsplatz und im Alltag. Klaustrophobie, situative Angst, Panikattacken. Seit über sechs Jahren. Vor Ort in eigener Praxis oder online.
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