Angst in Bus und Bahn: Was wirklich in Ihrem Körper passiert
Sie kennen vielleicht diesen Moment: Der Bus fährt vor. Der Zug läuft ein. Und noch bevor Sie eingestiegen sind, meldet sich Ihr Körper. Das Herz schlägt schneller. Der Magen zieht sich zusammen. Ein Gefühl von Enge breitet sich aus, obwohl objektiv nichts passiert ist.
Was viele als Versagen empfinden, ist in Wirklichkeit eine präzise Schutzreaktion des Nervensystems.
Warum reagiert der Körper so, obwohl keine echte Gefahr besteht?
Das Gehirn speichert Erfahrungen, besonders emotionale. Wenn ein Mensch in einem Bus oder Zug eine intensive Angstreaktion erlebt hat, verknüpft das limbische System diesen Ort, diesen Geruch, dieses Geräusch mit Gefahr. Bei der nächsten ähnlichen Situation wird diese Verknüpfung blitzschnell aktiviert, schneller als das bewusste Denken. Das geschieht immer schneller und immer präziser, mit jedem Mal. Dadurch verfestigt sich diese Verknüpfung immer tiefer und wird quasi automatisiert in Gang gesetzt – nach festen Regeln.
Das ist keine Einbildung. Das ist Neurobiologie.
Das Gedankenkarussell – der Verstärker
Viele Berufspendler berichten von einem Muster: Noch vor dem Aufstehen beginnen die Gedanken. Was, wenn es heute wieder passiert? Was, wenn ich aussteigen muss? Was, wenn alle es sehen?
Dieses Gedankenkarussell zeigt, dass das Nervensystem bereits in Alarmbereitschaft ist. Durch das Denken wird versucht, die Situation zu kontrollieren, doch dabei verstärkt sich unbeabsichtigt der Alarmzustand und das Muster hat eine weitere Regel für den Ablauf erhalten.
Was in der Therapie in meiner Praxis wirklich hilft
Rationale Erklärungen allein verändern emotionale Reaktionsmuster nicht. Was hilft, ist eine Arbeit, die dort ansetzt, wo die Reaktion entsteht: im emotionalen Gedächtnis.
In meiner Praxis arbeite ich neurobiologisch fundiert das bedeutet, zuerst emotionale Verarbeitung, dann kognitive Einordnung. Körperwahrnehmung und imaginative Techniken helfen sanft dabei, die gespeicherten Verknüpfungen zu lösen und neue Erfahrungen zu ermöglichen.
Viele meiner Klienten berichten, dass sie nach dieser Arbeit wieder entspannt pendeln können, manche zum ersten Mal seit Jahren. Sie besuchen Freunde oder Konzerte oder gehen einfach nur ruhiger einkaufen.
Was Sie jetzt tun können
Wenn Sie sich in diesem Beitrag wiedererkennen, dann warten sie nicht länger, dass es von alleine besser wird. Warten verlängert unnötig ihre Leidenszeit. Sie müssen das nicht alleine durcharbeiten. Das Ersttelefonat ist kostenlos und unverbindlich.
Praxis Birgit Sievert
Heilpraktikerin für Psychotherapie
Kurfürstenring 31 · 59457 Werl
Telefon: 0176 55734516
Web: www.praxis-bsievert.de
E-Mail: praxis.sievert@web.de
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Er ersetzt keine individuelle therapeutische Beratung oder Behandlung.

